Die beiden überlebenden Soldaten, die die Besatzung eines der Unglücks-Jets waren, retteten sich nach Angaben der Bundeswehr mit Fallschirmen und wurden nur leicht verletzt. Bei einem der beiden Überlebenden handelt es sich offenbar um den Commodore des Geschwaders 51.
Nach Informationen des ZDF-Hauptstadtstudios waren nicht zwei, sondern drei Tornados zum Unglückszeitpunkt in der Luft. Die dritte Maschine, ein zum Tanker umgebauter Tornado, konnte unversehrt landen. Er sollte zur Betankung in der Luft eingesetzt werden. Zum Unglückszeitpunkt fand kein Tankvorgang statt.
Bundeswehrsprecher Andre Sabzog berichtete, die Flugzeuge hätten sich auf einem Übungsflug befunden. Über den Grund des Unglücks konnte er zunächst keine Angaben machen, auch den Zusammenstoß in der Luft wollte er zunächst nicht bestätigen. Beide Aufklärungstornados vom Typ "Recce" gehörten zum Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg).
Sichtflug ohne Fluganweisungen
Nach Erkenntnissen der Deutschen Flugsicherung GmbH im hessischen Langen waren die beiden Jets als so genannte Sichtflieger in einem zeitweilig gesperrten Luftraum unterwegs. "Das heißt, dass sie keine Fluganweisungen von uns erhalten haben", sagte Pressesprecher Axel Raab. Während des Formationsfluges hätten die Piloten in einer Höhe von rund 5000 Metern eine Kurve gezogen und seien dabei zusammengestoßen. Gegen 10.15 Uhr seien die beiden Maschinen vom Radarschirm verschwunden. Im ZDF-Informationen zufolge stellen Militärkreise die Frage nach der Flugpraxis des Staffelchefs, der den Rang eines Oberst bekleidet und eigentlich über ausreichende Flugerfahrung verfüge. Pressesprecher Raab erklärte, die Übungsflüge würden von militärischen Fluglotsen überwacht.
Eine Augenzeugin beobachtete das Unglück von ihrer Terrasse aus: "Ich sah zwei Düsenjäger hintereinander fliegen. Plötzlich hörte ich einen Knall und als ich wieder zum Himmel schaute, brannte eines der Flugzeuge. Es war wie ein Feuerball am Himmel." Wie die beiden Tornados zusammengestoßen seien, könne sie nicht sagen.
100 Meter neben einem Wohnhaus
Das brennende Flugzeug sei noch eine ganze Weile in Richtung Medehop und des Badeortes St.Peter-Ording geflogen, beschrieb die Augenzeugin. "Alles sah so nah aus. Ich hatte riesige Panik und war sicher, eines der Flugzeuge würde bei mir im Garten landen." Aus Angst rannte sie auf die Straße und versuchte, die Feuerwehr zu rufen. "Am Horizont sah ich dann die Rauchwolken der abgestürzten Flugzeuge."
Laut NDR verfehlten die abstürzenden Flugzeuge knapp ein Haus, das nur 100 Meter von der Absturzstelle entfernt stehe. Die Polizei berichtete, die Trümmer hätten sich über eine große Fläche verteilt. Die örtlichen Feuerwehren und dann auch Bundeswehrsoldaten löschten die hell lodernden Flammen der Wracks. "Die Absturzstelle wurde acht Kilometer weit abgesperrt", sagte Bundeswehrsprecher Sabzog.
Quelle ZDF Homepage:
Anmerkung:
Meiner Meinung nach hat die getötete Besatzung nach dem Codex gehandelt und die Maschine so lange wie es geht gehalten das sie über die Wohnhäuser drüber weg kommen.
Dazu möchte ich nur eines sagen. Dieser Besatzung gehört aller Ruhm und Ehre für diese Tat. Das eigene Leben für andere geben ist nicht selbstverständlich und steht in keiner Dienstanweisung.
Den angehörigen Familie mein Beeileid und alle HOCHACHTUNG vor Ihren Männern !!!